Wohngeldrechner

Mieterhöhung erhalten? Arbeitslos geworden oder erwerbsunfähig? Ihre Lebensumstände haben sich geändert und das Geld in der Haushaltskasse wird bei Ihnen immer knapper?

Dann ist es Zeit aktiv zu werden und nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Die Beantragung von Wohngeld könnte ein Teil der Lösung sein, um Ihre Haushaltskasse zu entlasten. Denn einer der größten Ausgabenposten im Privathaushalt ist nach wie vor die Miete. Testen Sie daher hier mit dem Wohngeldrechner, ob Sie durch einen Mietzuschuss oder Lastenzuschuss vom Staat bei der monatlichen Miete etwas einsparen können!

Auf dieser Seite wird Ihnen geholfen einen möglichen Wohngeldanspruch zu berechnen. Ist das Ergebnis positiv können Sie die Praxishilfe zum Wohngeld beantragen nutzen.

Wohngeldrechner

Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder

EURO
Monatliche Nettokaltmiete + kalte Betriebskosten, d.h. Betriebskosten ohne Heizkosten
EURO
Monatliches Gesamteinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
EURO
Freibeträge und geleistete Unterhaltszahlungen (pro Jahr)

Die Grundlagen der Wohngeldberechnung

Die Wohngeldberechnung ist eine komplexe Angelegenheit und hängt von vielen verschiedenen Einflussfaktoren ab. Welche Angaben Sie genau benötigen, um mit dem Wohngeldrechner eine zuverlässige Berechnung des Ihnen möglicherweise zustehenden Wohngelds durchführen zu können, wird hier übersichtlich dargestellt.

Entscheidende Faktoren für Berechnung von Wohngeld

Der Anspruch und die Höhe des Wohngelds hängt von Faktoren wie Wohnort, Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, Höhe der Miete, Gesamteinkünfte der Haushaltsmitglieder, Abzugsbeträge und Freibeträge ab. Je genauere Angaben Sie hierzu im Wohngeldrechner machen können, desto besser werden die Ergebnisse des Wohngeldrechners mit dem von der Wohngeldstelle anhand Ihrer eingereichten Unterlagen errechneten Anspruch übereinstimmen.

2.1 Die Mietenstufe:

Anhand Ihres Wohnorts muss zunächst die für Sie geltende Mietenstufe ermittelt werden. Die Mietenstufen in Deutschland liegen zwischen den Werten 1 und 6. Die für Sie relevante Mietenstufe können Sie der Tabelle aus dem Anhang der Wohngeldverordnung entnehmen, indem Sie dort nach Ihrer Stadt bzw. Ihrem Kreis oder Ihrer Gemeinde suchen. Die Mietenstufe gibt in Verbindung mit der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder an, welche Miethöchstgrenze bei der Wohngeldberechnung berücksichtigt werden kann. Liegt Ihre tatsächliche Miete oberhalb der zu berücksichtigenden Höchstgrenze, kann der Wohngeldrechner bei der Berechnung des Wohngeldanspruchs nur die Höchstgrenze berücksichtigen.

Tipp: Im Wohngeldrechner können Sie entweder die Mietenstufe Ihres Wohnorts direkt eingeben oder alternativ Stadt, Gemeinde oder Kreis aus einer Liste auswählen, um die Mietenstufe vom Wohngeldrechner automatisch berechnen zu lassen.

2.2 Die Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder:

Zu den Haushaltsmitgliedern, die bei der Wohngeldberechnung zu berücksichtigen sind, gehören diejenigen Haushaltsmitglieder, die mit Ihnen eine wirtschaftliche Gemeinschaft bilden. Mitglieder einer reinen Wohngemeinschaft, die wirtschaftlich nicht miteinander verbunden sind, zählen nicht als Haushaltsmitglieder. Zudem werden Personen im Haushalt die Hartz IV oder bestimmte andere Transferleistungen des Staates beziehen nicht bei der Wohngeldberechnung berücksichtigt.

Tipp: Im Zweifelsfall können Sie alles zum Thema Haushaltsmitglieder im §5 Wohngeldgesetz und in der Wohngeldverordnung nachlesen.

2.3 Die Höhe der Miete:

Die Höhe der Miete setzt sich zusammen aus Ihrer Grundmiete (Nettokaltmiete) zuzüglich den kalten Betriebskosten. Das heißt die Kosten für Heizung und Warmwasser werden nicht mit einberechnet.

Tipp: Sie können die Miete inklusive Betriebskosten direkt im Wohngeldrechner angeben. Der Wohngeldrechner prüft automatisch anhand der Mietenstufe und der Anzahl der Haushaltsmitglieder die berücksichtigt werden, ob die für Sie relevante Miethöchstgrenze überschritten wird und korrigiert die Angabe bei der Berechnung dementsprechend.

2.4 Gesamtkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder

Das Gesamteinkommen ergibt sich aus der Summe aller Einkünfte der zu berücksichtigenden Haushaltmitglieder. Zu den Einkünften die in die Wohngeldberechung einfließen gehören die Einkünfte gemäß §2 Absatz 1 und 2 Einkommensteuergesetz zuzüglich, der Einkünfte nach §14 Absatz 2 Wohngeldgesetz. Von den Einkünften sind Abzugsbeträge für Steuern und Sozialversicherungsbeiträge nach §16 Wohngeldgesetz abzuziehen. Die Abzugsbeträge betragen pauschal 10 %, wenn Steuern und Pflichtbeiträge zu den Sozialversicherungen (KV, RV, PV) im Bewilligungszeitraum zu leisten sind, ansonsten pauschal 6 %.

2.5 Freibeträge

Vom Gesamteinkommen können bestimmte jährliche Freibeträge abgezogen werden. Bei 100 %iger Schwerbehinderung oder bei einem Schwerbehinderungsgrad von 80 % und gleichzeitiger Pflege gilt für das Haushaltsmitglied ein Freibetrag von 1500 €. Für Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung bis 80 % und Pflegebedürftigkeit gilt ein Freibetrag von 1200 €. Ein Höchstbetrag von 600 € kann für Kinder zwischen 16 und 25 Jahren, die im Haushalt leben von deren Einkommen abgezogen werden. Für Kinder bis 12 Jahre im Haushalt, für die Kindergeld bezogen wird, kann in der Regel ein Freibetrag von 600 € in Ansatz gebracht werden. Ausführlich ist das Thema Freibeträge im §17 WoGG nachzulesen.

2.6 Abzugsbeträge für Unterhaltsleistungen

Die zu erwartenden Aufwendungen zu Erfüllung von gesetzlichen Unterhaltsverpflichtungen können bis zu Höchstgrenzen, die im §18 WoGG geregelt, sind abgezogen werden. Die Höhe der Abzugsbeträge liegt bei maximal 6000 € für einen früheren oder dauerhaft getrennt lebenden Ehegatten und bei maximal 3000 € für Kinder, für Haushaltsmitglieder die zur Berufsausbildung auswärts wohnen sowie für sonstige Haushaltsmitglieder.