Wohngeldrechner - Der Wohngeldantrag

Sie möchten Wohngeld beantragen, wissen aber noch nicht so recht wie Sie das angehen sollen, wo Sie die Formulare zum Wohngeldantrag finden oder was beim Ausfüllen des Wohngeldantrags zu beachten ist? Kein Problem, hier wird Ihnen geholfen! Mit dem Wohngeldrechner können Sie ausrechnen, ob Sie evtl. Anspruch auf Wohngeld haben.

Wenn Sie zunächst Ihren Wohngeldanspruch online ausrechnen möchten können Sie dies mit Hilfe des Wohngeldrechners tun. Anderenfalls sollten Sie zur Tat schreiten und Wohngeld direkt beantragen. Bei Wohngeld handelt es sich um eine Sozialleistung, die nur auf Antrag gewährt wird. Dass heißt, das Amt wird nicht von alleine tätig, sondern Sie müssen den Wohngeldantrag selbst stellen. Hierbei gibt es einige Hindernisse zu bewältigen, wie fast immer wenn man mit Behörden zu tun hat. Das Beantragen von Wohngeld ist jedoch keineswegs schwierig. Lesen Sie im Folgenden Schritt für Schritt, wie Sie den Wohngeldantrag bekommen, ausfüllen, welche Formulare Sie beilegen müssen und wie Sie den Antrag zur richtigen Stelle bringen.

Allgemeines zum Wohngeldantrag

Wohngeld kann erst ab dem Monat gezahlt werden, in dem der Wohngeldantrag gestellt wurde. Daher ist es ratsam den Antrag möglichst schnell zu stellen, wenn ein Wohngeldanspruch bestehen könnte. Grundsätzlich gilt Wohngeld als beantragt, wenn die amtlichen Vordrucke mitsamt notwendigen Nachweisen und Unterlagen vollständig abgegeben wurden. Da das Ausfüllen des Wohngeldantrags und die Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen eine komplexe und zeitaufwändige Sache ist kann man notfalls vor Abgabe der Unterlagen schon einen formlosen Wohngeldantrag zur Fristwahrung stellen. Am besten man setzt hierfür ein Schreiben an die Wohngeldstelle auf, dass z. B. folgenden Inhalt enthält: "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit stelle ich zur Fristwahrung einen Antrag auf Wohngeld. Die notwendigen Formulare und Nachweise zur Bearbeitung meines Antrags werde ich in Ihnen in Kürze nachreichen. MfG ...". Das Schreiben sollte das aktuelle Datum und Ihren Namen und Ihre vollständige Anschrift enthalten. Sie sollten dann spätestens innerhalb von vier Wochen den kompletten Wohngeldantrag nachreichen. In diesem Fall gilt als Tag der Antragstellung der Abgabetag des formlosen Antrags und dementsprechend beginnt der Bewilligungszeitraum dann schon in dem Monat in dem der formlose Wohngeldantrag abgegeben wurde. In bestimmten Ausnahmefällen kann ein Wohngeldantrag auch rückwirkend für den vorangegangenen Monat gestellt werden, z. B. wenn ein Antrag auf Transferleistungen abgelehnt wurde.

Wo bekomme ich den Wohngeldantrag?

Vorweg: Es gibt nicht den einen gültigen Wohngeldantrag zur Beantragung von Wohngeld in Deutschland, den man im Internet als PDF-Datei herunterladen kann. Jedes Bundesland und teilweise sogar die einzelnen Städte und Gemeinden haben eigene Wohngeldformulare, auch wenn die Standardisierung immer weiter voranschreitet und es zumindest auf Länderebene nun Formulare gibt, die in jeder Kommune des jeweiligen Bundeslands verwendet werden können. Die unterschiedliche Wohngeldanträge der Länder unterscheiden sich deutlich in Layout, Design und Fragenanordnung voneinander. Sie bekommen die Formulare einerseits in der per Hand auszufüllenden Papierversion direkt bei der zuständigen Wohngeldstelle zur Mitnahme, andererseits können Sie die entsprechenden Wohngeldformulare auch online als PDF-Dateien herunterladen. Den PDF - Wohngeldantrag finden Sie Online für jedes Bundesland auf einer zentralen Seite des Landes zum Thema Wohngeld. Die Links zu den Seiten mit den Antragsformularen der einzelnen Bundesländer als PDF:

Welche Behörde ist für den Wohngeldantrag zuständig?

Den für Ihren Wohnort richtigen Wohngeldantrag bekommen Sie wie schon gesagt auch bei der für Ihren Wohnort für das Wohngeld zuständigen Behörde. Das sind die Wohngeldbehörden der Gemeindeverwaltung, Stadtverwaltung, Amtsverwaltung oder Kreisverwaltung. Und hier fangen die Probleme an. Nicht überall existiert eine separate Wohngeldbehörde oder Wohngeldstelle. In vielen Kommunen ist z. B. das Sozialamt für das Wohngeld zuständig. In manchen Gemeinden sind jedoch Einrichtungen wie Standesamt, der Stadtkämmerer, die Gemeindeverwaltung oder andere zuständig, bei denen man nicht vermuten würde, dass sich dort Wohngeld beantragen lässt. Größere Städte und kreisfreie Städte haben meist eine eigene Wohngeldstelle. In ländlichen Gebieten sind meist die Landratsämter für die Antragsbearbeitung zuständig, jedoch werden die Anträge von den Gemeindeverwaltungen ausgegeben und angenommen. Um zu erfahren wo Sie Ihren Wohngeldantrag herbekommen genügt ein Anruf bei der Gemeinde-, Stadt- oder Landratsverwaltung. Unter den oben genannten Links zum Thema Wohngeld für die einzelnen Bundesländer können Sie ebenfalls herausfinden, welche Behörde an Ihrem Wohnort für das Wohngeld zuständig ist.

Wie fülle ich den Wohngeldantrag aus?

Die Wohngeldanträge der einzelnen Bundesländer unterscheiden sich alle im Aufbau. Jedoch werden grundsätzlich immer die gleichen Sachverhalte abgefragt, da das Wohngeld im Wohngeldgesetz bundeseinheitlich geregelt ist. Meist befindet sich am Anfang oder am Ende des jeweiligen Wohngeldantrags eine kurze Ausfüllanleitung mit Begriffsklärungen, die Sie sich unbedingt durchlesen sollten.

In der Regel müssen Sie am Anfang angeben, ob es sich um einen Erstantrag, Weiterleistungantrag oder Erhöhungsantrag oder um eine Mitteilung zur Änderung der Verhältnisse handelt. Im folgenden müssen Sie Angaben zu Ihrer Person als Antragssteller machen und Angaben zu den Haushaltsmitgliedern, die bei der Wohngeldberechnung berücksichtigt werden sollen.

Ein weiterer Fragenblock, der in jedem Wohngeldantrag auftaucht und auf jeden Fall ausgefüllt werden muss ist der mit den Angaben zum Wohnraum und den Angaben zur Miete.

Weiterhin werden Angaben zu Vermögen, Einkommen und Freibeträgen in jedem Wohngeldantrag abgefragt. Für die detaillierten Einkommensangaben muss oft für jedes Haushaltsmietglied ein separates Formular ausgefüllt werden.

Zu guter Letzt ist noch eine Bankverbindung anzugeben, an die das Wohngeld geleistet werden soll. Die Unterschrift des Antragstellers auf dem Wohngeldantrag mit Datum ist nicht zu vergessen.

Welche Formulare/Nachweise muss ich beilegen? Checkliste

Wer Wohngeld beantragt bzw. bekommt hat gegenüber der Wohngeldstelle eine Auskunftspflicht über alle für den Wohngeldanspruch maßgeblichen Verhältnisse. Im Wesentlichen müssen bei jedem Wohngeldantrag vollständige Angaben zu den folgenden vier Punkten gemacht werden:

  1. Haushaltsmitglieder
  2. Einnahmen
  3. Freibeträge und Pauschalen
  4. Miete/Belastung

Arten von Wohngeldanträgen

Wer zum ersten Mal Wohngeld beantragt muss einen Erstantrag stellen. Das Wohngeld wird dann bei Vorliegen der Voraussetzungen für einen bestimmten Bewilligungszeitraum bewilligt. Auch bei einem Wiederholungs- bzw. Folgeantrag nach Ablauf des Bewilligungszeitraums müssen die Antragsformulare wieder vollständig ausgefüllt werden und aktuelle Nachweise zu Verdiensten und Einkommen erbracht werden. Fehlen Unterlagen zu Entscheidung, dann wird die Wohngeldstelle diese nachfordern. Nach einem Umzug muss wieder ein Erstantrag gestellt werden. Ändert sich im Bewilligungszeitraum die Höhe der Miete oder des Einkommens, so dass ein höherer Wohngeldanspruch entstehen würde, dann kann ein Erhöhungsantrag gestellt werden. Jedoch besteht auch umgekehrt die Pflicht der Wohngeldstelle Mitteilung zu machen, wenn sich Faktoren so ändern, dass dies zu einem geringeren Wohngeldanspruch führen würde. Z. B. wenn die Anzahl der Haushaltsmitglieder oder die Mietbelastung sinkt oder wenn das Einkommen steigt. Es wird dann eine Neuberechnung des Wohngeldanspruchs durchgeführt. Für bestimmte Personengruppen wie z. B. Schüler, Studenten oder Auszubildende ist bei der Wohngeldbeantragung oft das Ausfüllen zusätzlicher Formularvordrucke zu den Hauptanträgen notwendig.

Im Folgenden finden Sie eine Checkliste mit Unterlagen/Nachweisen, die Sie in Kopie mit dem Wohngeldantrag einreichen müssen, sofern Sie über diese verfügen:

In jedem Fall erforderlich sind:

  • Ausgefüllter und unterschriebener Wohngeldantrag (Mietzuschuss- oder Lastenzuschussantrag)
  • Mietbescheinigung, auszufüllen vom Vermieter
  • Mietvertrag und Quittungen über Zahlung der Miet
  • Personalausweis bzw. Pass und Meldebescheinigung
  • Verdienstbescheinigungen und Einkommensnachweise

Je nach familiären Verhältnissen, finanzieller Situation und Wohnsituation kann die Abgabe weiterer Unterlagen notwendig sein. Z. B.:

  • Einkommenssteuerbescheid
  • Kontoauszüge
  • Bescheide über Kindergeld oder Elterngeld
  • Bescheide über Sozialleistungen
  • Rentenbescheid
  • Bafög-Bescheid
  • Nachweise zum Vermögen und zu Kapitalerträgen und anderen Einkunftsarten
  • Schwerbehindertenausweise
  • Lebensversicherungen, Bausparverträge
  • Darlehensverträge und monatliche Belastung
  • Studien-, Ausbildungs-, oder Schulbescheinigungen

Eine Auflistung im Detail finden Sie auf den Seiten des jeweiligen Bundeslands zum Wohngeld (siehe Links oben).

Wie soll ich den Wohngeldantrag abgeben?

Nicht nur bei Korrespondenz und Kommunikation mit Behörden ist es immer gut im Zweifelsfall eindeutig belegen zu können, was wann wem mitgeteilt bzw. übersandt/übergeben wurde. Allgemein ist dies bei allen wichtigen Sachen vorteilhaft und so auch für den Wohngeldantrag nicht irrelevant. Daher sollten Sie den Antrag mitsamt Unterlagen am besten persönlich bei der Wohngeldstelle (bzw. in der Poststelle der Wohngeldstelle) abgeben und sich den Empfang mit Datum und Stempel quittieren lassen. Noch optimaler wäre eine Terminvereinbarung zur Antragsabgabe beim Wohngeldamt. Im Termin kann in der Regel eine kurze Beratung stattfinden, in der u. a. geprüft wird, ob die Unterlagen vollständig und richtig ausgefüllt sind, eventuelle Fragen geklärt werden können und geprüft werden kann ob alle notwendigen Nachweise vorliegen. Somit beschleunigt sich in vielen Fällen auch die Bearbeitungsdauer des Wohngeldantrags, da fehlende Angaben sofort ergänzt werden können oder nachzureichende Unterlagen direkt angefordert werden können. Falls es Ihnen nicht möglich ist die Wohngeldstelle persönlich aufzusuchen und Sie schicken Ihren Antrag per Post, dann ist ein Einschreiben am sichersten.

Wie lange dauert die Bearbeitung des Wohngeldantrags?

Die Bearbeitungsdauer eines Wohngeldantrags kann je nach Wohngeldstelle sehr unterschiedlich sein. Man muss mit mindestens drei Wochen Bearbeitungsdauer rechnen. Normal sind Bearbeitungszeiten von etwa bis zu 6 Wochen. Dauert die Bearbeitung mehr als zwei Monate an, kann ggf. ein Vorschuss auf die zu erwartende Wohngeldzahlung geleistet werden. Grundsätzlich bemühen sich alle Behörden den Wohngeldantrag innerhalb einer angemessenen Frist zu bearbeiten.

Der Wohngeldrechner

Mit dem Wohngeldrechner können Sie Ihren möglichen Wohngeldanspruch ermitteln. Machen Sie dazu im Formular möglichst genaue Angaben zu Ihrer Wohn- und Einkommenssituation und klicken Sie zur Berechnung auf die Schaltfläche "Wohngeld berechen". Eine Gewähr für die Richtigkeit und Fehlerfreiheit der Ergebnisse kann nicht übernommen werden.